Verfasst von: geartard | Juni 29, 2011

Review: L3 EoTech 553.A65 – The Best on Top

Das Erfassen eines Zieles in einem Feuerkampf kann der entscheidende Moment über Leben und Tod sein.
Eine Vielzahl von Entwicklungen sollen dem modernen Soldaten die Zielerfassung erleichtern. Verschiedene Systeme mit unterschiedlichen Betriebsarten wurden entwickelt, nicht alle haben ihren Durchbruch geschafft.
Das mittlerweile betagte EOTech 552 tut seinen Dienst bereits seit Jahren bei Militär und Polizei. Es erfreut sich seit je her großer Beliebtheit. Doch auch die Könige unter den Zielgeräten kommen irgendwann an das Ende ihrer Regentschaft. Vom Thron gestürzt wird das EO Tech 552 nun durch seinen Nachfolger aus dem SOPMOD Block II.
Wir stellen vor, den neuen König der beliebten holographischen Visiereinrichtungen, das L3 EoTech 553.

L3 Communications EO Tech lautet der vollständige Name derjenigen Firma, die die EO Tech- Visiereinrichtungen erfunden hat und herstellt.
Vom allgemeinen zum Speziellen: Seit dem Jahre 2005 wurde die aktuelle Zubehörliste der ausgegebenen Waffen der US Spezialkräfte umgestellt und zwar vom alten SOPMOD Block I auf den SOPMOD Block II. Eine Übersicht des aktuellen Waffenzubehörs des Block II findet ihr auf diesem Poster. Jenes Poster ist in dem bekannten Forum AR15.com erschienen. Ein Zubehörteil dieses Kits ist das EO Tech 553 und zwar genauer gesagt die Version EO Tech 553.A65. Der Anhang „.A65“ weist darauf hin, dass dieses Modell über den bekannten Zielkreis mit einem Durchmesser von 65MOA (Minutes of Angle / Winkelminuten). Die militärische Bezeichnung dieses EO Techs lautet SU-231/PEQ. Weitere technische Daten sind auf der Homepage von L3 Communications abrufbar.

Überblick:
Das EO Tech besticht vor allem durch sein schlichtes Design. Auf Unnötigkeiten im Design wurde verzichtet. Es wird sowohl in Tan als auch in Schwarz an die Truppe ausgegeben.

Die Montage:
Im Gegensatz zum alten Bruder EO Tech 552, was auf die Weaverschiene geschraubt wird, verfügt das aktuelle EO Tech 553 über eine Quick Detachable- (QD) Montage. Diese QD- Montage wird durch einfaches Betätigen der kleinen Hebel auf die Waffe geklemmt. Ein Vorteil gegenüber anderen Modellen mit Schraubhalterung. Es findet weniger weniger Abnutzung bei gleicher Anzahl von Montagen und Demontage statt.
Die Klammern tragen die Aufschrift A.R.M.S., was für Atlantic Research Marketing System, Inc. steht. Diese US- amerikanische Firma hat sich auf die Fertigung von solchen Schnellspannvorrichtungen spezialisiert und liefert L3 Communications die entsprechende Montagen zur Fertigung. Hier ist die Homepage von A.R.M.S.

Die Seitenansichten:
Zunächst links, dann rechts. Hier sieht noch einmal die QD- Monatge im aufgeklemmten Zustand.
Auf der rechten Seite befinden sich zwei Stellschrauben für Schlitzschraubendreher zum sogenannten „Zeroing“, das Einnullen der Waffe auf eine bestimmte Entfernung zum Ziel. Der 65 MOA- Zielkreis dient beim Schießen als Orientierungshilfe um den Haltepunkt an das Ziel anzugleichen.

Die Unterseite:
Sehr gut zu sehen sind die beiden Klemmen im geschlossenen Zustand, ebenso ein Aufkleber des Herstellers.

Die Rückseite & Bedienelemente:
L3 Communications geht in puncto Bedienelemente einen vorher gewählten weisen Weg. Weniger ist mehr. Drei Druckknöpfe genügen hier vollkommen.
Aktiviert wird die Stromzufuhr dieses Zielgerätes durch Drücken des „ON“- Schalters, rechts zu sehen. Dieser Knopf ist im aktivierten Zustand für die Erhöhung der Helligkeit zuständig. Links befindet sich der Knopf zur Verringerung der Helligkeit. Insgesamt verfügt das EO Tech 553 über 30 Helligkeitsstufen.
Der mittlere, höher angesetzte Knopf mit der Aufschrift „NV“ (Night Vision) aktiviert den Nachtsichtmodus. Das Zielkreuz wird nun für das bloße Auge unsichtbar. Sichtbar wird es erst wieder in Verbindung mit einem Nachtsichtgerät, welches entweder auf dem Helm bzw. Kopf des Benutzers montiert ist oder direkt auf der Waffe. Im NV- Modus verfügt das EO Tech 553 über 10 Helligkeitsstufen.
Das zeitgleiche Betätigen beider Helligkeitsregulatoren („OFF“) schaltet die Stromversorgung wieder vollständig aus.

Das Batteriefach:
Zwei Neuerungen im Vergleich zum EO Tech 552 sind bei Betrachtung des Batteriefaches festzustellen.
Das EO TEch 553 wird mit zwei der wesentlich kostspieligeren CR123 Lithiumbatterien betrieben anstelle von zwei AA- Batterien.
Desweiteren ist der Deckel des Batteriefaches nun mit einem kleinen Kabel am Gehäuse des EO Techs gesichert. Das Risiko des ungewollten Verlustes des Deckels ist damit auf ein Minimum reduziert.

Unsere Gedanken zum EO Tech 553:
Es ist schlicht. Es ist einfach. Es erfüllt seinen Zweck. Gerade durch die Verwendung eines Zielkreuzes, welches der menschliche Wahrnehmung neben dem Zero Dot vier zusätzliche Haltepunkte bei dem Erfassen des Ziels bietet, „erzielt“ das EO Tech im Nahbereich klare Pluspunkte. Dazu kommt die Einfachheit der Bedienung und die spürbare Weiterentwicklung der 55X- Serie. Den Nachtsichtmodus können wir nur zusammmen mit einem auf der Waffe montierten Nachtsichtgerät empfehlen. Das Tragen auf dem Helm kann schnell dazu führen, dass das Objektiv aus Versehen in das Sichtfenster des EO Techs gedrückt wird und es an diesem recht empfindlichen Teil der NVGs zu einer Beschädigung kommt.

Fired up, feels good:

Auf diesem Bild sind Marines des Force Recon Platoons der 31st MEU bei der Operation Cobra Gold 2011 in Thailand zu sehen. Sie haben schwarze EoTech 553 auf ihren M4A1 Sturmgewehren montiert.

Ein sehr bekanntes Bild. Ein SEAL in Litauen bei gemeinsamer Ausbildung mit örtlichen Spezialeinheiten. Die Aufnahme entstand im Winter 2010.

Erneut ein SEAL, dieses Mal jedoch ist das EO Tech 553 auf einem Mk48 montiert. Das Bild wurde zwischen 2009 und 2010 in Afghanistan aufgenommen.

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