Verfasst von: geartard | Juli 5, 2011

AN/PEQ-2A (TPIAL) – Let there be Laser Light!

Bereits die biblische Schöpfungsgeschichte kommt zu ihrem Beginn nicht ohne das Licht aus. Und wie der Mensch schon immer auf das Licht als externe Quelle für Antrieb und Wachstum benötigte, so benötigt der moderne Soldat in vielen Situationen Lichtquellen um seinen Auftrag richtig durchzuführen.
Das menschliche Auge ist nicht in der Lage jede Wellenlänge des Lichtes wahrzunehmen. Innerhalb des unsichtbaren Lichtes gibt es eine bestimmten Bereich der Wellenlänge des Lichtes, bei dem man von infraroter Strahlung spricht.
Insbesondere diese unsichtbare Infrarotstrahlung findet sich bei Polizeibehörden und dem Militär wieder. Eine sehr nützliche Verwendungsmöglichleit dafür ist Markierung von Hart- oder Weichzielen für direktes oder auch indirektes Feuer. Der Vorteil dieser Strahlung liegt in der Unsichtbarkeit der Strahlung, sofern keine Hilfsmittel wie Restlichtverstärker oder Nachtsichtgeräte verwendet werden.

Hinter diesen Linsen werden diese unsichtbaren und enorm starken Laserlichtkräfte entwickelt.

Wir stellen vor: Das AN/PEQ-2A.

Das AN/PEQ-2A wird wurde von Insight Technology entwickelt und wird ebenfalls von Insight Technology hergestellt. Einen Link zum Produkt auf deren Website ist hier. Der deutsche Vertriebspartner von Insight Technology Produkten ist Euroatlas. Hier findet ihr das deutschsprachige Datenblatt.
Diese Laserbox trägt die militärische Bezeichnung TPIAL. Ausgeschrieben steht das für Target Pointer/ Illuminator/ Aimimg Light. Zivil übersetzt handelt es sich bei diesem Gerät also um ein Zielgerät mit der Möglichkeit einer Beleuchtung des Ziels und der Benutzung des Gerätes zum Zielen selbst. Aus der Modellbezeichnung wird ebenso die Version deutlich. Es handelt sich hier um das Modell „2A“, welches im Gegensatz zum Modell „2“ über HiPower Modes verfügt. Diese sind mit einem blauen Sicherheitspuffer blockiert. Wir bezeichnen das Gerät im Folgenden weiter als AN/PEQ-2A, da den meisten Lesern diese Bezeichnung am geläufigsten ist.

Nun widmen wir unsere Aufmerksamkeit den Bildern der AN/PEQ-2A und natürlich auch dem uns vorliegenden Zubehör.

Das TPIAL- Kit:
Auf die Einzelteile gehen wir gesondert ein, dieses Bild soll als Überblick dienen.

Die Oberseite/ Bedienelemente:
Die wahrscheinlich sehenswerteste Seite des AN/PEQ-2A.
Hier erkennbar sind die 5 Betriebsmodi, welche nachfolgend erklärt werden. Die Schalterstellung wird jeweils durch den Strich auf dem Schalter angezeigt. In unserem Bild ist die Ausgangsstellung „0 – OFF“, also ausgeschaltet.

„0 – OFF“ Das Gerät ist ausgeschaltet

„1 – AIM LO“ Ziellaser mit wenig Energiezufuhr

„2 – DUAL LO“ Ziellaser und Zielbeleuchtung mit wenig Energiezufuhr

„3 – AIM HI“ Ziellaser mit großer Energiezufuhr

„4 – DUAL LO/HI“ Ziellaser mit großer Energiezufuhr und Zielbeleuchtung mit wenig Energiezufuhr

„5 – DUAL HI/HI“ Ziellaser und Zielbeleuchtung mit großer Energiezufuhr

Aktiviert wird der Laser allerdings erst durch Drücken des großen schwarzen Knopfes, welcher passenderweise mit „FIRE“ gekennzeichnet ist. Einfaches Drücken aktiviert den Laser im eingestellten Modus solange, bis der Knopf wieder losgelassen wird. Zweimaliges Drücken im kurzen Abstand hintereinander aktiviert den Laser dauerhaft. Der eingeschaltete Zustand wird dem Benutzer über eine kleine, grüne LED- Leuchte in der Einbuchtung angezeigt. Ein bereits gezeigtes Bild in unserem Blog verdeutlicht dieses kleine grüne Licht.
Ebenso sind auf der Oberseite zwei Stellschrauben je Emitter für das „Zeroing“ angebracht. Diese sind von kleinen Bügeln geschützt um ein unbeabsichtigtes Verstellen der Laser- Emitter zu verhindern.

Die Vorderseite oder Das böse Ende:
Hier mit den Schutzabdeckungen der IR- Emitter, im darauffolgenden Bild wie bereits oben zu sehen pur und entblößt. Links ist der Ziellaser, rechts befindet sich der Illuminator. Die Schutzkappen sind an Gummizügen befestigt, welche mit einem kleinen Kraftaufwand zur Seite geschoben werden müssen, um den Laser nutzen können.
Der IR- Illuminator lässt sich drehen, angezeigt wird das durch ein kleines Piktogramm. Ebenso befindet sich dort ein Schriftzug. Die Einstellungsgrößen sind durch Drehen am Emitter- Kopf stufenlos verstellbar und tragen die Bezeichnung „Spot to Flood“.
„Spot“ ist hier ein kleinerer deutlich erkennbarer Punkt. Dreht man Richtung „Flood“ so vergrößert sich die Fläche.

Die Seitenansichten:
Erst die rechte Seite, dann die linke Seite. Beidseitig befindet sich hier jeweils ein Aufkleber, der vor der Gefahr eines Schadens der Augen warnt, wenn man seine Augen dem ungeschützt und aktivierten Laser aussetzt.


Die Unterseite:
Hier sehr schön zu sehen ist der Einlass zwischen den beiden IR- Emittern. In dieser Ausbuchtung wird die Montage für die Waffe eingeschraubt. Der Benutzer bekommt so die Möglichkeit das AN/PEQ-2A durch einfaches Schraubendrehen im Falle des Nichtbedarfs abzunehmen und in der Ausrüstung mitzuführen.
Weiterhin befindet sich hier ein erneuter Warnhinweis der Gefährlichkeit von starker Laserstrahlung. Ein Augenkontakt mit dem eingeschalteten Laser ohne entsprechende Laserschutzbrille muss vermieden werden.

Die Rückseite:
Besser zu sehen als oben sind hier die beiden Batteriefächer. Der Betrieb der AN/PEQ-2A erfolgt mit zwei handelsüblichen AA- Batterien, je eine pro Batterieschacht. Die Position zum korrekten Einlegen der AA- Batterie wird jeweils durch zwei Piktogramme an der Oberseite des Gerätes angezeigt.
Auf der Rückseite befindet sich ein Gummistopfen. Dieser kann entfernt werden, darunter befindet sich die Anschlussbuchse für den hier im Lieferumfang befindlichen Kabelschalter. Dieser Tastschalter hat dieselbe Funktionsweise wie der FIRE- Button auf der Oberseite.

Das Zubehörpaket:
Im Lieferumfang dabei sind neben einer Transporttasche noch weitere Nützlichkeiten. Als da wären die Waffenmontage für Weaverschienen, ein Kabelschalter mit Taster und eine Erhöhung, welche zwischen AN/PEQ-2A und Waffenmontagestück angebracht werden, um Konflikte mit anderen Waffenanbauteilen wie beispielsweise zusätzlichen taktischen Illuminatoren zu vermeiden. Weiterhin befinden sich zwei Kelttbänder im Lieferumfang, welche zur Schlaufe zusammengezurrt werden können. Diese werden zum Verzurren der Kabelmontage genutzt um ein Hängenbleiben und Abreißen des verwendten Kabelschalters mit einhergehender Beschädigung und Ausfall der AN/PEQ-2A zu vermeiden. In der Folie verpackt befindet sich eine Montage, welche das Anbringen an Rohren von Waffen erlaubt. Ganz außen liegt der zweite Kabelschalter. Beide Taster wurden mit doppelseitigem Klebeband versehen, um die Taster an Foregrips oder Handguards zu kleben. Wir empfehlen allerdings selbstklebendes Klettband, da der Kabelschalter bei Bedarf so einfacher wieder entfernt werden kann.

Firepower:
Montiert an einer Waffe sieht das AN/PEQ-2A so aus. Ebenso veranschaulicht wird die Benutzung der Klettbänder.

What the hell?! Das denken wir über das AN/PEQ-2A:
Auch hier ist es notwendig Vorsicht im Umgang walten zu lassen. Ein Laser ist kein Spielzeug! Durch die Unsichtbarkeit ist der Laserstrahlen ist der Umgang nochmals gefährlicher!
Dazu kommt die Problematik für den privaten Benutzer, dass dieser für das effektive Einsetzen der AN/PEQ-2A ein Restlichtverstärker bzw. ein vollwertiges Nachtsichtgerät benötigt. Ohne diese werden die unsichtbaren Strahlen des Lasers nicht wahrnehmbar.
Vergleicht man das AN/PEQ-2A mit dem wesentlich moderneren AN/PEQ-15, so fällt auf: Das Teil ist groß. Dennoch verzieht sich der Schwerpunkt bei der Montage nicht merklich. Das werten wir als durchaus positiv.
Zusammenfassend erachten wir das AN/PEQ-2A als einen nützlichen Begleiter. Die Anforderungen als recht neue Rahmenbedingunge hinsichtlich der präzisen Bekämpfung von Zielen, auch gerade durch Zuweisung an fremde Truppnetile, insbesondere solche, die mit dem Einsatz von Kampfflugzeugen im Rahmen eines Close Air Supports (CAS) erfolgen, machen das AN/PEQ-2A bei den US- Streitkräften unabdingbar. Die Zuweisung von Zielen als Informationsweitergabe ist essentieller Bestandteil des aktuellen Network Centric Warfare (NCW).

Battlefield sightings:
Das AN/PEQ-2A war die am häufigsten anzutreffende Laserzielhilfe der US Army. Es war bei aktuell noch laufenden Einsätzen im Irak oder in Afghanistan nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile ist hat das moderne AN/PEQ-15 der neue Standard bei der US- Army.

Dieser Soldat ist Angehöriger der 3rd Infantry Division. Die Aufnahme entstand im Februar 2009 nahe Salman Pak im Irak.

Ein fast schon prominenter Benutzer. Marcus Luttrell, welcher Überlebender der Operation Red Wings und amerikanischer Volksheld ist. Das Bild ist im Jahre 2005 entstanden.

Erneut ein SEAL, der ein AN/PEQ2 auf seinem M4 SOPMOD befestigt hat. Der Screenshot entstammt einem „60 Minutes“- Video. Dieses Video ist hier auf YouTube verfügbar.

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Responses

  1. Sehr schöner Artikel, gut zu lesen und zusätzlich äußerst interessant.


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