Verfasst von: geartard | Oktober 24, 2011

Bitte recht freundlich – Vholdr ContourHD 1080p Wearable Camcorder

Die technologische Entwicklung von mobilen Massenkommunikations- und Speichergeräten ist seit wenigen Jahren ein lukratives Feld zum Erwirtschaften von Gewinnen, welches auch im Geardorism seinen Einzug hält. Mittlerweile macht beispielsweise ein Mobiltelefon weniger die Eigenschaft aus, dass man damit telefonieren kann, sondern welche „smarten“ Extras sich darin zusätzlich verbergen. Die erste technische Neuerung im Mobiltelefon, welche ein großer Schritt Richtung „nice 2 have“ war, stellt die Integration einer Kamera in das Telefon dar. Mit der Zeit sind diese Kameras immer wieder an die Güte von eigenständigen Digi- Cams angeglichen worden, sodass liebgewonnene Erinnerungen mit einem kurz Griff in die Hosentasche für immer in Bits & Bytes umgewandelt werden konnten. Der Mensch, welcher viel und gerne unterwegs ist, muss nun nicht zwangsläufig teures Equipment wie Camcorder oder Digi- Cam mit auf den Packplan setzen, welches ohnehin empfindlich ist und so wegen der notwendigeren Polsterung mehr Platz im Reisegepäck beansprucht.
Doch trotz der vielen Entwicklungen, ein Mobiltelefon eignet sich nicht zum Aufnehmen von Bildern aus dem Kriegseinsatz. Zu teuer und zu vital für die Mission ist ein Mobiltelefon oder ein anderes Telekommunikationsmittel, sei es für den Embedded Journalist, der einen Bericht über einen Kriegseinsatz erarbeitet oder für den Soldat, welcher seiner Familie zu Hause mitteilen will, dass es ihm gut geht.
Doch nicht nur für solcherlei Aktivitäten eignet sich die Dokumentation von Einsätzen, auch die Evaluation des taktischen Vorgehens vor Ort, die ständige Überprüfung von Einsatzverfahren und Ausrüstung im Einsatz und eine Reihe mehr; all diese Punkte rechtfertigen die Sinnhaftigkeit einer Videoaufzeichnung im Einsatz. Hierfür eignen sich robuste und widerstandsfähige Videosysteme, welche schon seit einiger Zeit im Outdoorbereich für die Aufzeichnung von Base Jumps, Down Hill Touren oder Surfgängen die kostbaren Erinnerungen in MegaBytes umwandelen und für nahezu ewig abrufbar halten. Bekannte Systeme dazu sind das Mission Helmet Recording System (MRHS) der US- amerikanischen Firma Wilcox Industries Corp. Dieses System wurde bereits bei Naval Special Warfare Operatorn im Einsatz gesehen. Wesentlich einfacher vom Aufbau her aber dafür sperriger in der Gesamterscheinung ist die GoPro HD HERO- Series von GoPro.
Eine Lösung für den eleganten Mittelweg aus Kompaktheit und Funktion geht unserer Ansicht nach die Firma Twenty20 mit dem Vholdr ContourHD 1080p Wearable Camcorder. Diesen kleinen Camcorder, im folgenden als ContourHD bezeichnet, mit vielen kleinen Details wollen wir euch heute genauer vorstellen.

Das Gesamtpaket:
Die ContourHD wird im Auslieferungszustand in einer auffälligen transparenten Case aus Kunststoff geliefert, der mit einem Pappschuber verziert ist (der Schuber ist hier nicht zu sehen). Neben dem Camcorder finden sich eine Montage für flache Oberflächen (Flat Surface Mount), eine Montage für Schutzbrillen (Goggle Mount), ein einzelner Kameraadapter, welcher auf jede ContourHD- Mount passt, der Akku, ein angenehem langes USB- Kabel, eine Linsenabdeckung aus Gummi, ein selbstklebendes Verbindungsstück von Montage zu Oberfläche als Ersatz, zwei kleine Sicherungsschlingen mit Verbindungsstück zum Trennen der Schlinge von der Montage, eine Micro SD- Speicherkarte mit 2 GigaByte Speicher und eine kurze Bedienungsanleitung in leicht verständlicher englischer Sprache mit kurzen Formulierungen.

Das mitgelieferte Zubehör kurz beleuchtet:





Der Akku ist hier nicht zu sehen, dieser wird im Laufe des Berichtes noch kurz eingehender erwähnt.

Der ContourHD Camcorder:
Hier zeigen wir euch ein paar Ansichten der ContourHD.



Es fällt auf, dass der Camcorder beidseitig Montageschienen hat. Somit kann er sowohl rechts als auch links am Kopf befestigt werden. Beide Schienen haben hinten und unten kleine Durchlässe. Durch diese können die mitgelieferten Sicherungsschlaufen gezogen werden. Diese verbinden dann zusätzlich als Back Up System die ContourHD mit dem der entsprechenden Montage und machen einen Verlust noch unwahrscheinlicher. Hier ein kleiner Wehrmusttropfen für die Qualität der Sicherungsschlaufen mit dem kleinen Connector (Verbindungsclip). Zum Einfädel in Kamera und die Montage muss die Schlinge geknickt werden um in die kleine Öffnung eingeführt zu werden. Hierbei ist in beiden Fällen beim Erstversuch die äußere schwarze Isolierung der Schlingen aufgerissen und es kam die innenliegende Plastikschlinge zum Vorschein. Ein Nachteil, der glücklicherweise nicht weiter ins Gewicht fällt, da die Funktion der Fangschlinge nicht beeinträchtigt wird.

Beim Einsatz als Helmkamera empfehlen wir die Montage auf der dominaten Seite („strong side“), in welche die Waffe in den Anschlag genommen wird oder einfacher mit derjenigen Seite, auf der auch das Schreibgerät gehalten wird.
Die Oberseite wird fast gänzlich durch den REC- Schlater (Record, also Aufnahme) eingenommen. Befindet sich dieser Schalter in der hinteren Position, so ist die Aufnahme nicht aktiv. Durch Schieben nach vorne startet man die Aufnahme. Es erscheint in dem frei werdenden Feld des Schalters ein rotes Feld mit der schwarzen Aufschrift „REC„.



Auf der Unterseite befindet sich ein Status- LED. Dieses zeigt an, ob die ContourHD eingeschaltet ist und ob diese gerade aufnimmt. Im eingeschalteten Zustand leuchtet das LED dauerhaft grün, beginnt man die Aufnahme durch Betätigen des Schalters auf der Oberseite, wechselt es auf rot.
Die Linse kann an eine etwaige Schräge bei der Montage an einem Objekt angepasst werden. Dazu kann die Linse um 90° in beide Richtungen gedreht werden. Zum Justieren drückt man im eingeschalteten Modus einmal den ON/OFF- Button, dadurch werden zwei Laser aktiviert. Diese projizieren zwei Punkte. Mit diesen Punkten zielt auf man ein nahes Objekt, am besten eine Wand oder ein Baum und richtet die beiden Punkte aus, bis sie genau parallel in einer Gerade liegen. Somit kann verhindert werden, dass das entstehende Video schräg aufgenommen wird.


Sofern es notwendig ist im Stillen zu agieren, kann der Silent Mode der Kamera genutzt werden. Dazu betätigt man den REC- Schalter im ausgeschalteten Zustand und stellt ihn auf Aufnahme. Dann schaltet man die Kamera wie gewohnt über den ON/OFF- Button ein. Im Silent Mode ertönt kein Piepen wie es im normalen Modus der Fall wäre.

Die Rückseite & die Bedienelemente:
Auf der rückwärtigen Seite des Camcorders befinden sich alle Bedienelemente und die wichtigsten Anzeigen. Die Rückseite ist eigentlich ein Deckel, der sich über die gesamte Rückseite erstreckt. Auf dem Deckel ist der ON/ OFF- Druckschalter angebracht. Durch Drücken von drei Sekunden des Buttons wird die ContourHD aktiviert. Dann ertönt ein einfaches Piepen und das grüne LED- Licht an der Unterseite beginnt zu leuchten.

Zum Ausschalten wird der Power- Button erneut für drei Sekunden gedrückt. Dann ertönt ein zweifaches Piepen und das grüne LED an der Unterseite erlischt wieder. Oben befindet sich eine LED, welche den Ladezustand anzeigt. Die untere LED zeigt den Status der eingelegten Speicherkarte an. Beide LEDs sind jeweils in ein kleines Piktogramm zum besseren Verständnis gefasst.

Der Deckel wird nach oben gedrückt und gibt so dann die darunterliegenden Bedienelemente frei. Oben und unten sieht man die bereits erwähnten LEDs. Links neben dem LED für die Ladeanziege des Akkus befindet sich ein weiteres LED- Licht. Dieses leuchtet rot, wenn man den Akku über das USB- Kabel lädt. dazu im Folgenden mehr. Darunter befindet sich der USB- Anschluss, welcher zum Laden des Akkus, zum Konfigurieren vieler Camcorder- Einstellungen über die im Internet verfügbare Software von Twenty20 namens ContourConfigre und natürlich zum Überspielen der aufgenommenen Videos auf die Festplatte des Computers. Dazu kann das bekannte Drag’n’Drop- Verfahren genutzt werden oder die Software des Herstellers namens Storyteller. Dieses Programm ermöglicht es ebenfalls seine Szenen mit anderen ContourHD Usern in einer Community zu teilen.


Rechts neben dem USB- Anschluss befindet sich der Batterieschacht. Die Batterie wird eingelegt und durch einen roten Balken gesichert. Beachtet beim Einlegen unbedingt, dass der Sicherungsbalken auf der gegenüberliegende Seite unter der kleinen Erhöhung einrasten muss!
Auf der linken Seite des USB- Anschlusses befindet sich ein Schalter mit zwei Positionen mit den Einstellungen „HI“ und „LO“. Der Benutzer kann hier die Videoqualität von hoch zu niedrig stellen. Die Auslösung und Bitrate der beiden Modi können mit der bereits erwähnten ContourConfigure- Software über den Computer eingestellt werden.
Links neben dem Batterieschacht befindet sich der Slot für Micro- SD karten. Hier befindet sich im Auslieferungszustand bereits eine 2GB Micro SD Karte darin. Auf dieser sind Links zu der entsprechenden Herstellersoftware vorhanden. Diese können über den Computer verfolgt werden.

Die mitgelieferten Montagen:

Zum einen befindet sich die runde Flat Surface Mount im Lieferumfang. Diese wird einfach auf die gewünschte Oberfläche geklebt. Auf der Innenseite befindet sich ein klettartiger Besatz, welcher zusätzlich gegen unbeabsichtigten Verlust sichert.


Zum anderen ist eine Goggle Mount dabei. Die Goggle Mount ist herstellerseitig so angelegt, dass das elastische Brillenband zwischen dem Universal Adapter und der Montageplatte verlaufen soll. So entsteht ein kleiner Spalt zwischen der Montageplatte der Goggle Mount und dem Universal Adapter, durch welchen das Brillenband geschlauft werden soll. Die Rückseite der Goggle Mount ist mit einem harten Stück Schaumstoff beklebt und ein Verrutschen zu verhindern. Dieses haben wir zu Gunsten unserer Intention der Montage mit einem Klettstreifen überklebt. Dazu später mehr.


Der Universal Adapter ist die essentiellste Montage im Lieferumfang. Sie verbindet den ContourHD Camcorder mit den beiden Montagestücken und einer Vielzahl von optionalen Montagen. Auf der Rückseite befindet sich ebenfalls ein klettartiges Stück, welches zur Sicherung in der Flat Surface Mount sorgt. Der Universal Adapter wird in die seitlichen Schienen der Kamera geschoben, entweder auf der rechten oder linken Seite. Das hängt selbstredend vom individuellen Einsatzzweck des Benutzers ab.
Die Ränder des Universal Adapters sind mit zahnradartigen Zacken versehen. Diese erlauben ein Drehen um 360° des Gerätes in den beiden Montagen. So lässt sich der Stellwinkel ebenfalls an die Bedürfnisse des Benutzers anpassen.


Die folgenden Bilder zeigen den ContourHD Camcorder mit den drehbaren Montagen. Im ersten Bild sieht man zunächst den angebauten Universaladapter.



Was kann die ContourHD?
Von technischer Seite her erwähenswert ist, dass die ContourHD als Speichermedium SD- Karten (Secure Data Cards) verwendet. Ebenso können hier die SDHC- Karten (Secure Data High Capacity) genutzt werden, welche eine Speichergröße von bis zu 32 GigaByte erlauben. Die Speicherkarten mit 32GB funktionieren laut Anleitung nicht, ein kleiner Test in der Praxis zeigt allerdings, dass SDHC- Karten durchaus funktionieren.
Die Akkulaufzeit beträgt ungefähr zwei Stunden. Die letztendliche Laufzeit hängt natürlich von den Videoeinestellungen ab, ein größeres Bild benötigt auch mehr Akkukapazität. Ebenso hängt die Laufzeit des Akku von der Außentemperatur ab. Vorteilhaft ist in dieser Hinsicht, dass statt des Originalakkus von Twenty20 kann auch der Akku für Nokia- Handys mit dem der Bezeichnung Nokia B5-CL verwendet werden.

Dieser hat denselben Formfaktor wie der mitgelieferte Akku und ist für einen Bruchteil des Originalakkus erhältlich. Es empfiehlt sich hier nicht den allerbilligsten Akku zu nehmen, denn auch hier gilt: U get what U pay 4! Der hier gezeigte Akku lag preislich etwa bei der Hälfte des Akkus von Twenty20 Contour.
Trotz all dieser Funktionen bringt die ContourHD mit eingebautem Akku um die 500 Gramm Kampfgewicht auf die Waage. Sie kann also auch problemlos am Helmen montiert werden.

Das denken wir über den Vholdr ContourHD Wearable Camcorder:
Die ContourHD ist nach wie vor die kleinste und leichteste Helmkamera der Welt. Durch ihr geringes Gewicht und die zeitgleiche Robustheit im kompakten Format ist sie für den Einsatz im militärischen Bereich wie geschaffen. Die Montage an militärischen Schutzhelmen ist eine unabdingbare Voraussetzung für einen solchen Einsatz und das erfüllt die ContourHD mit Bravour.
Das nachfolgende Bild zeigt eine eigene Kreation und ist unser Beitrag zu den Montagelösungen.

Hierbei haben wir die Goggle Mount genutzt, auf deren Rückseite ein angepasstes Stück Klett aufgeklebt wurde. Die Goggle Mount wird mit dem Kopfband, ursprünglich stammend von einer OCK- Stirnlampe stammend, zusätzlich gesichert. Das hier verwendete Kopfband ist allerdings nicht dick genug, um den dort entstehenden Spalt auszufüllen, somit wackelt der Camcorder in der Halterung. Wir behelfen uns mit einem Puffer zwischen Universalmontagestück und Goggle Mount, das aus zusammengelegten Teilen eines übrigen Kopfbandes einer Stirnlampe besteht. Das Band zur Halterung ist vorne unter der Norotos Three Hole Shroud durchgeführt sowie auf der Rückseite des Helmes in den Goggle Retention Straps gesichert.
Ein kleines Stückchen Technik mit viel kreativem Potenzial dahinter!

Testvideo:
Ein kurzes und unspektakuläres Video um die Videoqualität sehen zu könnnen, ist nachfolgend zu sehen. Es wurde im Modus „LO“ mit Werkeinstellung auf 720p aufgenommen.

Seen on the front:

Candidates from the Australian Defence Force aim to gain entry into the Special Air Service Regiment (SASR) by completing the annual selection course held in Perth.
29 officers and 102 soldiers attempted the arduous course from 25 July 10 – 13 Aug 10.
Mental and physical fortitude is tested through stressful situations involving weaponry, physical training, obstacle courses, navigation and problem solving.
Potential recruits are assessed on their effectiveness on individual and team tasks with extremely limited rest.
Only a small percentage of candidates are selected for service in the SAS. Upon selection, successful candidates undergo further training before becoming a member of the nation’s elite Special Forces unit. (…)
Candidates carry out Close Quarters Battle exercises during the Special Air Service Regiment selection course.

Dieses Foto ist in einem Sammelthread bei Militaryphotos erschienen.

Members of the Special Operations Task Group escape the midday after an operation in June. The Special Operations Task Group is deployed to southern Afghanistan to conduct population-centric, security and counter network operations. SOTG support the Afghan National Police’s Provincial Response Company in Uruzgan and northern Kandahar. SOTG includes members from the Special Air Service Regiment (SASR), 1st and 2nd Commando Regiments, the Incident Response Regiment, Special Operations Logistic Squadron and supporting units.

Das Foto stammt aus einem Flickr- Photostream.

5/10/2011 By Lance Cpl. Anthony Ward Jr. Marine Corps Bases Japan Marines fire their M4A1 carbines during marksmanship training May 10 as a part of the Dynamic Assault Course at Camp Hansen’s Range 16. The Marines are from Force Reconnaissance Platoon, Force Company, 31st Marine Expeditionary Unit, III Marine Expeditionary Force, and need the certification provided by the course to operate as a force reconnaissance platoon.

Das letzte Bild zeigt direkt die ContourHD, dafür ist an dem Helm die Flat Surface für unseren Camcorder zu sehen.

Zu guter Letzt haben wir hier ein bereits länger bei YouTube zu sehendes Video. Es handelt sich um einen Nachrichtenbeitrag „Drug Raiders“ vom US- ameriaknischen Sender American Broadcast Company (ABC). Im Fokus dieses Beitrags stehen die Field Agents des Foreign- deployed Advisory and Support Team (FAST) der Drug Enforcement Administration (DEA). Hier sieht man beim Special Agent, welcher mit der Führung des neun Mann starken FAST Teams beauftragt wurde, dass die ContourHD Kamera an seinem OPS CORE FAST Ballistic Helmet, genauer gesagt an den Helmet Rails des Helmes, befestigt wurde.

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Responses

  1. Schöner Bericht Geartard, besitze das gute Stück ja selbst und bin gerade über den Tipp mit den Akkus dankbar. 😉


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