Verfasst von: geartard | März 12, 2012

Gearvorstellung/ Battle Display – Eigene Impression meines TC-2000

Der Gefechtshelm hat im Laufe seines Bestehens, historisch wie zeitgeschichtlich, eine ernorme Evolution durchlaufen, insbesondere zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Zunächst spendete der Helm in verschiedenen Formen Schutz für Kopf und auch Gesicht. Die Entwicklung schritt voran. Der Helm wurde vielfältiger, wandelte seine Form und wies neben Schutz auch noch den Stand des Trägers aus. Das gewandelte Bild der Kriegsführung hat gerade im eben genannten Zeitabschnitt die Anforderungen an die persönliche Ausrüstung deutlich gewandelt. Neben einem Tarnbezug kommt bei den Soldaten vieler Nationen, insbesondere Westeuropa und den USA/ Canada, gehört die Nachtsichttechnik als fester Bestandteil insbesondere bei Infanteriekräften und bei Sondereinheiten sowieso zum Pflichtprogramm.
Im Laufe unserer Blogger- Zeit haben wir euch in diesem Themenbereich verschiedene „Accessoires“ für den taktischen Gebrauch vorgestellt, ebenso gab es die Vorstellung des TC-2000/ ACH von SDS. Heute greifen wir in die eigene Grabbelkiste und bauen einen Helm nach eigener Vorstellung zusammen.

Im folgenden gehe ich auf die Einzelteile ein und umreisse meine Wahl des Gegenstandes und der Platzierung.

What’s on it?
Meine Anforderungen sind Nachtkampffähigkeit, IFF (Identification Friend/ Foe; Freund- Feind- Kennung), Schutzwirkung und eine persönliche Note zur Hebung der Moral.
Hier ist meine Auswahl:
– MSA TC-2000 in OD (1 Loch- Bohrung war bereits vorhanden)
– Norotos Three Hole Shroud
– Norotos Dual Dovetail Adapter TAH
– Norotos Titanium Advanced Tactical Mount, short (TATM)
– AN/PVS-14
– Petzl Tactikka Stirnlampe mit Rotfilter
– S&S Precision V-Lite AIMS Multimode mit grünem LED
– selbstklebendes Klettband
– EOG Low Profile Counterweight Pouch
– IR Reflective Tags
– Down Range Gear NRL-3
– Vholdr ContourHD Helmkamera mit Goggle Mount und Universal Adapter
– Gummiband aus dem Haushalt
– Goggle Retention Straps in Foliage (Standard Army Issue)
– „One Size Fits All“- Morale Patch

Diese genannten Teile sind in folgender Komposition zusammengefügt. Die Auswahl lehnt sich vornehmlich an Bildmaterial von US Navy SEALs an. Eine Rundumansicht zeigt die verbauten Parts, dann folgt eine genaue Beschreibung. Bereits vorgestellte Gear ist nachfolgend angesprochen und entsprechend mit Artikeln in unserem Blog verlinkt. Neue Sachen spreche ich, sofern sinnvoll, mit der notwendigen Kürze an.




Zum Schutz des Kopfes wird der klassische Hirneimer herangezogen. Hier fällt die Wahl auf den MSA TC-2000. Die 3 Loch Bohrung für die Shoud habe ich in diesem Falle selbst vorgenommen. Die Oberfläche ist an manchen Stellen zur Anbringung verschiedener Gegenstände mit selbstklebenden Klett nach Industriestandard bestückt. Es gibt hinsichtlich der Haltbarkeit des Klebstoffes keinerlei Probleme.

Die Norotos Three Hole Shroud und das TATM sind trotz der WilcoX- Konkurrenten eine sinnvolle und mittlerweile sogar kostengünstige Lösung zur Montage eines Nachtsichtgerätes.

Das Nachtsichtgerät AN/PVS-14 und die EOG Low Profile Counterweight Pouch haben wir euch bereits präsentiert.
Die EOG Counterweight Pouch würde mit Klett auf der Flap eine noch bessere Figur abgeben. So wird die besetzte Klettfläche nicht gänzlich besetzt. Man könnte dann noch IFF Patches oder sogar ein kleines Knicklicht hier anbringen, sofern es noch notwendig erscheint. Die Pouch ist nicht vollständig mit den Bleigewichten befüllt. Das aufgequollene Aussehen kommt durch die Zugabe von Luftpolsterfolie. Diese ist vom Zusatzgewicht her zu vernachlässigen und stopft den freien Raum aus und es kommt nicht herumrutschenden Gewichten.

Das Norotos Dual Dovetail THA (True Horizontal Adapter) ersetzt hier den J- Arm aus Plastik. Aus Metall gefertigt, verhindert es das nervenaufreibende Wackeln, welches durch das Zusammenspiel von Plastik und Metall am Rhino Arm bedingt. Es kann rechts- oder linkseitig montiert werden. Die Flügelschraube dient zur Feineinstellung auf der horizontalen Achse vor den Augen.

Weiteres Wackeln am Nachtsichtgerät verhindert das hier verwendete Down Range Gear NRL-3 (NOD Retention Lanyard). Dieses Besteht aus einem zugeschnittenen Stück Nylon, welches in die Schrauben der Three Hole Shroud einhakt. An der Oberseite des Stoffstückes befindet sich eine Fastex- Buchse. Das Gegenstück des Fastex- Verschlusses ist in ein Schock Cord eingeschlauft. Das Shock Cord ist mit einem Kordelstopper zum Einstellen der Wunschlänge versehen und umschließt seinerseite eine Schlaufe. Durch diese Schlaufe wird der wiederverwenbare Kabelbinder (dem Benutzer steht es selbstredend frei jedes andere und passende Verbindungsstück wie zum Beispiel Paracord zu verwenden) gezogen. Der Kabelbinder wird direkt am Nachtsichtgerät oder am Dovetail, ganz nach inidiviuellen Wünschen, befestigt. Eine Befestigung am Dovetail ist eigentlich nicht vorgesehen, da das NRL-3 die Unzulänglichkeiten des J- Arms und Rhino Arms kompensieren soll. Neben der zusätzlichen Fixierung bietet das DRG NRL-3 ein Back Up für den Operator gegen versehentliches Fallenlassen beim Ausklinken aus dem TATM.


Die Petzl Stirnlampe ist an den Goggle Retention Straps eingehakt und spendet bei Bedarf Licht zur Navigation, zum Kontrollieren von Equipment oder sonstigen Aktivitäten bei Nacht. Meine Wahl für eine Stirnlampe auf dem Helm liegt in der breiteren Möglichkeit der Benutzungen. Für den Fall, dass der Helm kein Erfordernis darstellt, kann die Stirnlampe auch, wie der Name schon impliziert, auf der Stirn getragen werden. Ich selbst trage eine solche Lampe auch gerne im Kragen der Oberbekleidung. Unter dem Stirnband der Lampe befinden sich zwei kleine IR Reflective Tags mit einer Kantenlänge von 0,5″. Diese habe ich von einem Helmbezug abgetrennt und die Rückseite mit Klett beklebt. Sie sind verdeckt, da die momentan nicht verwendet werden sollen.
Die Vholdr ContourHD nutze ich einerseits um Erinnerungen von meinen Aktivitäten zusammen und um mein eigenes Verhalten und um das Einzelschützenverhalten der eigenen Gruppe zu evaluieren. Die Kamera befindet sich auf der Google Mount. Diese ist mit Klett beklebt und mit Resten eines elastischen Kopfbandes ausgefüllt, um wackelfreien Sitz zu haben. Ebenso verläuft das Kopfband der Petzl Tactikka durch die Goggle Mount.

Auf der Oberseite des Helmes befindet sich ein S&S Precision V-Lite AIMS (Advaned Individual Marking System). Hierbei handelt es sich um ein LED- Licht, welches samt Batterie und Schaltsystem in eine Silikonhülle gegossen wurde. Das kleine LED erhellt den gesamtem Silikonkörper und hat denselben Effekt wie ein Knicklicht. Allerdings ist es nach Ende der Batterielebenszeit nutzlos. Man müsste die Silikonhülle aufschneiden und hinterher wieder versiegeln, um es weiter zu nutzen. Alternativ kann man auch für viel Geld ein neues kaufen. Im Gegensatz zu einem Chem Light (wie Knicklichter auch oft genannt werden), kann das V- Lite per Knopfdruck aktiviert und deaktiviert werden. Zum V- Lite dazu gibt es eine Halterung, welche über eine Öse mit dünner Schnur und Klett auf der Rückseite verfügt.

Hier ein paar Impressionen zu der angebrachten Illumiation.


Das Haushaltgummi hält das um den Korpus des AN/PVS-14 gewicklte Stück Schnur festzusammen. An der Schnur selbst ist der Objektivdeckel befestigt, welcher zum Schutz der Linse und auch der Röhren des Nachtsichtgerätes dient. Von diesen Gummis kann man auch ruhigen Gewissens zwei Stück am Korpus anbringen. Diese haben vielerlei Verwendungsmöglichkiten. Möchte ich das AN/PVS-14 verwenden, klemme ich den Schutzdeckel einfach unter das Gummiband und habe keine lästigen Teile an mit herunterbaumeln, die sich in der restlichen Ausrüstung verhaken könnten.


Und zwei Bilder für die gute Stimmung.


Up 2 U!
Habt ihr Anregungen oder Verbesserungsvorschläge? Oder vielleicht auch Wünsche rund um das Thema Gefechtshelm 2.0? Lasst es uns über einen Kommentar oder eine Mail wissen!

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Responses

  1. Schöner Helm, besonders das PVS 14 ist natürlich ein Highlight. Du könntest das V-lite gegen ein Manta tauschen, so hast du auch ein aktiver IR Signalgeber. Vielleicht event. auch gegen ein Hel-Star 5, so wie ich es nutze. Kommt dich günstiger, ich glaube aktuell gibt es auch ein Hel-Star 6. Und vielleicht noch einen von den Top aktuellen Helmbezügen, dann ist das etwas gewöhnungsbedürftige grün weg 😉

    • Guter Einwand der IR- Signalgebung.
      Sei versichert, das war nicht der erste Beitrag zum Thema „Helm“. 🙂

  2. Dann bin ich mal gespannt 🙂


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