Verfasst von: geartard | August 20, 2012

Mayflower R&C Assault Back Panel Type 1 – Die neue Generation MAP

Der korrekte – oder vielmehr der einsatztauglich korrekt gepackte Rucksack – ist ein Teil der persönlichen Ausrüstung, der gerne überladen wird oder mit unnötigen Gegenständen befüllt wird. Das muss nicht sein, da das flasche Gepäck wertvolle Kraft kostet, die an anderer Stelle sinnvoller umgesetzt werden kann. Auch in Bedrohungssznearien des 21. Jahrhunderts kommt es vor, dass zumindest ein kleiner Rucksack am Mann (oder an der Frau) missionsbedingt wichtig sein kann. Hauptsächlich dient er bei abgesessenen Kräften zum Transport von Gegenständen, die die Operationsdauer verlängern können. So etwa Nahrung oder Ersatzbekleidung.
Die US- Gearschmiede Mayflower Research & Consulting ist über diese Fakten bestens informiert. Mayflower R&C bietet eine Alternative zu den dienstlichen Mini- Rucksäcken aus dem SFLCS und MLCS. Die Rede ist vom Modular Assault Pack. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Rucksack, der auf das Harness oder den Plate Carrier via MOLLE geschlauft werden kann. Dieser Rucksack ist angesichts der folgenden Ausführungen etwas überholt aber keinesfalls zwecklos.
Mayflower R&C bietet insbesondere für Einsätze im Bereich Direct Action (DA) eine innovative Neuerung. Wir stellen sie euch heute vor.

Mayflower Assault Back Panel

Das Grundprinzip vom Assault Back Panel ist recht einfach. Ein Wasserblasenfach und zwei Utility Pouches. Das beschreibt in ganz groben Worten unsere vorliegende Pouch.

Übersicht:
Natürlich verbrigt sich etwas mehr hinter dem Ganzen. Zunächst kurz der Überblick.
Oben befindet sich eine Utility Pouch, darunter eine Tear Away Medic Pouch. Auf diese gehen wir gesondert ein. Beide Pouches befinden sich auf dem Water Bladder Insert. Wie das MAP auch wird das Panel über das MOLLE System befestigt.

Water Bladder Insert:
Das Fach für die Wasserblase schließt mit einem Klettverschluss. Dieser ist mit einem kurzen Stückchen Gurtband als Öffnungshilfe versehen.
Auf der Innenseite des Deckels ist eine Klettöse angenäht. An dieser kann der Schlauch des Hydration Systems gesichert werden. Laut Mayflower passen hier Wasserblasen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 70oz (rund 2 Liter) hinein. Für meinen 3 Liter Camelbak zu groß. Als Alternative würde sich selbstverständlich auch eine kleinere Wasserblase rechnen. Neben Camelbak Bladdern nutze ich auch Platypus Trinksysteme. Diese sind leichter und sehr robust, bieten dafür keine thermische Isolation. Ebenso würden sie hier hinein passen.

Utility Pouch:
Diese obere Utility Pouch ist simpel aber durchdacht aufgebaut. In ihr befindet sich ein Klett- Panel mit einem D- Ring. Das Klett- Panel (bzw. Velcro- Panel) kann für Organizer Pouches mit Klettrücken gleichermaßen wie für Wechselpatches ( 😉 ) genutzt werden. Ebenso kann das NVG- Protective Insert aus dem SFLCS/ MLCS Kit hier angebracht werden. Der D- Ring ist ein optimaler Sicherungspunkt für kleinere Gegenstände.

Tear Off Medic Pouch:
Unten auf dem Assault Back Panel befindet sich eine Tear Off Medic Pouch. Diese kann, wie der Name es bereits verrät, vom Panel abgetrennt werden. Dieses Feature unterscheidet sie von den „normalen“ Medic Pouches aus dem SFLCS/ MLCS Kit. Gesichert ist die Medic Pouch über ein Gurtband. Es kann nach bei Bedarf über einen Fastex- Verschluss geöffnet werden. Auf der Rückseite der Pouch ist ein weiteres Gurtband als Reisshilfe angebracht.

Hier das Innenleben der Medic Pouch. Auf der einen rückwärtigen Innenwand befinden sich die typischen Gummibänder. Auch hier bilden die Gummibänder eine Öffnung zur Halterung von Sanitätsmaterial. Typischerweise kommen dort Wundverbände und ähnlich große Gegenstände unter.
Die vordere Innenwand verfügt über ein kleines Einsteckfach. Es ist über ein Gurtband geschlossen. Dort kommt größeres Sanitätsmaterial unter.


Tear Off:
Hier lassen wir nun kurz wieder Bilder sprechen.




Das denken wir über das Mayflower Assault Back Panel Type 1:
Ein sinnvolles Stückchen Gear. Und es hält das Tragesystem angenehm bestückt. Warum das? Durch die Auslagerungsmöglichkeit der Utility und Medic Pouch auf den Rücken eröffnet das Assault Back Panel andere Konfigurationsmöglichkeiten für die 2nd Line. So kann ich zum Beispiel meine beiden Seiten, wo diese Art der Pouches überlicherweise platziert sind, anders nutzen oder optimalerweise sogar frei lassen. Ich habe somit keine störenden Sachen unter meinen Armen und gewinne dabei mehr Bewegungsfreiheit. In diesem Vorteil verbrigt sich allerdings der verkraftbare Nachteil, dass ich nicht alleine an meine Utility Pouch komme ohne die Weste abzulegen.
Alternativ kann die Medic Pouch auch nach eigenem Belieben bestückt werden. Das muss nicht zwangsläufig mit Sanitätsmaterial passieren. Ebenso kann die Tear Off Medic Pouch zur Utility Pouch umgewandelt.
Kurzum: Das kleine Panel bietet eine lohnenswerte Alternative zur herkömmlichen „Be’pouch’ung“.

Seen in action:

Saudi Royal Armed Forces attached to Combine Joint Special Operations Task Force-300 conduct an operation during Exercise Eager Lion 12. Eager Lion 12 is an irregular warfare-themed exercise focusing on missions that our coalition partners might perform during operational deployments in support of global contingency operations. The intent is to strengthen military-to-military relationships through a joint, whole-of-government, multinational approach to meet current and future complex national security challenges. (Photo by MC1 Lynn Friant)

Die Quelle des Bildes ist DVIDS.

Der Soldat auf dem Bild ist der Gear zu Folge ein Operator der US Army. Er trägt einen Ops- Core Carbon Helmet (eine nichtballistische Version des von uns vorgestellten FAST Ballistic Helmet). Auf dem Helm befinden sich sowohl das V-Lite AIMS wie auch das Manta Strobe Light von S&S Precision. Das V- Lite wurde auf das Low Profile Battery Pack (LPBP) geklettet. Die NVG- Mount ist in der Konsequenz auch die Ops- Core VAS Shroud mit einer Ground Mount für das ANVIS- Nachtsichtgerät. Der Aktivgehörschutz ist das Peltor ComTac II. Bei der Kleidung sehen wir das regular business der USSF. Die Crye Precision Combat Pants und das Combat Shirt, beide Generation 2, in Multicam.
Die besteht aus dem Crye Precision Jumpable Plate Carrier. Auf diesem wurde das Assault Back Panel angebracht. Das AR15 ist an einem VTAC Padded Sling in Coyote bzw. Khaki eingehangen. Weiterhin sehen wir an der Hüfte ein Personal Retention Lanyard (PRL).

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Responses

  1. Ähm … Mk18? Ist doch aber ’n langer Lauf… ehr M4 oder?

    • Ich habe den Terminus nun allgemein in AR15 gewandelt.

  2. Nicht nur „langer Lauf“, auch ein Ironsight ist drauf und der Lauf ist BLAU. Also Training(smission)!

    • Ein Ironsight ist noch kein kein hinlänglicher Beweis.
      Zum Thema Trainingsmission bitte ich auch die Bildunterschrift zu beachten, aus der klar hervorgeht, dass dieses Bild während der Übung „Eager Lion 12“ entstanden ist.

  3. Dieses Klugscheißen ist eigentlich nicht mein Ding, aber auf dem Bild von dem SFler lieht man einfach nur nen Ground Mount Adapter fürs Anvis, kein Banana Mount Adapter.

    Ansonsten toller Bericht. Gab ja vorher praktisch nichts zu dem Panel. Bin auch am überlegen mir eins zu besorgen. Praktische Sache!
    Kannst du uns noch erzählen woher du es bezogen hast?

    • Lieber „klugscheißen“ als untätiges Ärgern. 🙂
      Ich habe das ebenso geändert.

      Das Panel habe ich direkt bei Mayflower gekauft. Ich wurde allerdings per Mail an Velocity System übersendet, da bei Mayflower gerade die Urlaubssaison in der Kundenbetreuung das Ruder in der Hand hatte. Dennoch lief es unkompliziert ab.

  4. Und bei dir hat alles schnell geklappt? Wir haben über Greygroup vor Monaten ne Bestellung gemacht u.a. mit dem neuen Velocity Utility Belt und die haben es bis heute nicht geschafft das Ding an Greygroup zu liefern?!

    Wird sich auf deinem JPC aber sicher gut machen das Ding 😉

    • Reibungslos. Ein paar E- Mail getippt und schon war die Sendung auf dem Weg.

  5. Super Review! Danke!

    Kurze Frage zu dem SF Operator.

    Was für ein FAK Pouch ist das? ATS Small Medical Pouch?

    • Danke für dein Lob.
      Ich bin mir selbst nicht sicher. Die äußere Form spricht dafür. Allerdings sieht die Flap aus dem Betrachtungswinkel des Bildes etwas anders aus als auf den Produktbildern, von daher kann ich dir das nicht zu 100% bestätigen.


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