Verfasst von: geartard | September 6, 2012

Dressed to Kill – Ehemaliger DEVGRU- Operator enthüllt gear’ige Geheimnisse

„Geronimo: EKIA!“ Diesen Funkspruch soll US- Präsident Barack Obama im Situation Room des White House vernommen haben, während er im Beisein seines Stabes das Geschehen der Operation Neptune’s Spear live und ungeschönt auf den Monitoren verfolgen konnte. EKIA steht für „Enemy Killed in Action“ oder auf deutsch „Feind wurde im Gefecht getötet“. In diesem Falle könnte man tatsächlich „Der Feind“ sagen, denn es war niemand geringeres als Osama bin- Laden, der Kopf des globalen al- Quaida- Terrornetzwerkes. Genauere Details über die Umstände der Operation sind der Öffentlichkeit gegenwärtig kaum bekannt. Es wirkte schon nahezu boulvardisierend, als man Medienberichten entnehmen konnte, dass der gefährlichste Mann des 21. Jahrhunderts mit einer beachtlich großen Pornosammlung aus „aktuellen Videos“ sowie einer Vielzahl vom Ehefrauen angetroffen wurde. Näheres zu der Pornosammlung könnt ihr dem Focus Online hier und zu den später verhörten Witwen hier erfahren.

Hier eine schematische Darstellung des legänderen „bin Laden Compounds“.

Dieses Ereignis fand am 2. Mai 2011 statt, fast 10 Jahre nach dem verheerenden Datum 9/11. Etwas mehr als ein Jahr später, nämlich jetzt aktuell wittert man einen Absatzmarkt, denn nun ist das Buch „No Easy Day: The Firsthand Account of the Mission that killed Osama bin Laden“ erschienen. Der Autor schreibt unter dem Pseudonym Mark Owen zusammen mit Kevon Maurer. Mr. Owen ist nach eigener Aussage zu Folge selbst einer der 25 auserwählten DEVGRU- Operator gewesen, die an jenem schicksalshfaten Tag in Abbottabad/ Pakistan Operation Neptune’s Spear durchführen sollten. Das Buch ist ab sofort im gut sortierten Buchhandel auf englischer Sprache zu erwerben. Wir werden darauf zu späterer Stunde genauer eingehen.

Mark Owen erlaubt uns nun einen tiefen Einblick in seinem Gearroom…

Am 04.09.2012 wurden auf der Internetseite WASHINGTONIAN, ein offenes Portal für Internetnutzer, zwei Bilder veröffentlicht, die US Navy SEALs und DEVGRU- Fanboys wie uns die Herzen höher schlagen lassen.
Diese beiden Bilder findet ihr nachfolgend.

Der Artikel gibt eine vage Beschreibung aber aufgrund der Bilder und unserer Vorkenntnisse hinlängliche Beschreibung der persönlichen Ausrüstung wieder. Ebenso wird des Anziehens, das „gearin‘ up“ beschrieben. Wir bitten zu berücksichtigen, dass die pathetische Beschreibung der Art dieser Prozudur für den einen oder anderen Leser anrüchig erscheinen mag. Hier die im Artikel befindlichen Details:

Here’s an inventory of those steps, and how he got dressed, at the SEAL headquarters in Virginia Beach, before beginning a mission that would be over in 24 hours.
Owen’s story offers a blunt critique of “the Washington machine.”

—First he laid out his Crye Precision Desert Digital combat uniform, a long-sleeve, partially camouflaged shirt and cargo pants combo with ten pockets, “each with a specific purpose.”

—In the pockets he put assault gloves, leather mitts for “fast-roping,” an assortment of batteries, energy gel, two PowerBars, an extra tourniquet, rubber gloves, an SSE (forensic) kit, an Olympus point-and-shoot digital camera, and $200 in cash. The money was for a bribe or a ride, if needed. “Evasion takes money, and few things work better than American cash.”

—On the back of his belt, he placed a Daniel Winkler fixed-blade knife.

—In a pouch on his back he had bolt cutters and antennae for the two radios he would wear and use to communicate with other team members.

—Other items included:

– A “breaching charge,” used to blow open a door or other locked or closed barrier.

– His helmet, which weighed under ten pounds and included $65,000 night-vision goggles with four tubes instead of two, and a Princeton Tec charge light. The helmet “could officially stop a nine-millimeter round, but in the past . . . had stopped AK-47 bullets.”

– A small laminated booklet—a “cheat sheet for the mission”—that included a mini grid reference guide (GRG) with an aerial view of the bin Laden compound, a list of radio frequencies, pictures of the targets (bin Laden, his son, his brothers) with stats such as height, weight, and any known aliases. For bin Laden and his son there were several renderings of what they “could look like now.”

Salomon Quest boots. Owen “tied the loops of my laces down in a double knot and tucked them into my boot top.”
A 60-pound armored vest with ceramic plates that covered his vital organs in the front and back.

– Mounted on the front of his vest were two radios on either side; between them were three magazines for his HK416 assault rifle and one “baseball-size” fragmentation grenade, as well as several chemical lights, including the infrared version for night vision.

– His “bone” phones. They sat on his cheekbones and allowed him to “hear any radio traffic through bone conduction technology.”

– His assault rifle. He checked out his EOTech sight with a 3X magnifier. He pulled back the bolt and chambered a round and made sure it was “safe.” He tested his red laser and flipped down the NVGs to test the infrared laser, too.

Then, “all of my checks were done,” he writes. “I’d completed my steps to prepare for the mission. I took one last look in the room to make sure I didn’t forget anything, and headed out the door.”

Die wesentliche Teile der beschriebenen Gear habe ich fett hervorgehoben. Anhand der Bilder lassen sich die einzelnen Gegenstände trotz der sehr vagen Beschreibung auch gut nachvollziehen.
Bei der Kleidung in „Digital Desert“ handelt es sich natürlich um den Crye Precision Combat Suit „Navy Custom“ bzw. AOR1.
Bei dem Helm handelt es sich um einen Ops- Core FAST Ballistic Helmet, klar erkennbar an den Side Rails und dem typischen Anstrich. Auf dem Bild sehen wir die seltenere Variante mit „Digital Desert“- Tarnanstrich. Die NVG- Aufnahme ist die Ops- Core VAS- Shroud. Diese nimmt eigentlich den gewöhnlichen Rhino Arm auf. Hier ist allerdings das neuste vom allerneusten der Nachtsichttechnik im Einsatz, nämlich das AN/AVS-10 oder auch Ground Panoramic Night Vision (GPNV). Das ist ein aus der Luftfahrt stammendes Nachtsichtgerät, welches mit seinen vier Röhren ein noch größeres Sichtfeld erlaubt.
Weiterhin wird eine 60 Pfund schwere Schutzweste genannt. Entweder ist es der Bild befindliche LBT-6094 Plate Carrier in AOR1 oder der neben den Regal stehende Crye Precision CAGE Plate Carrier (CPC) in AOR1 gemeint.
Waffentechnisch erkennen wir das schallgedämpfte Heckler & Koch HK416 mit einem EO Tech 552 und einem Insight AN/PEQ-15. Ebenso eine Heckler & Koch HK MP7A1, ebenfalls mit Schalldämpfer.
Insagesamt ist dieses Kit wirklich ein toller Blick auf ein HiSpeed Gear Kit, wie man es sich sonst nur zusammenreimen kann. Hier wird es nun in Gänze präsentiert.

Ebenfalls möchte ich anmerken, dass die Kinofreunde unter den „Gearwhores“ dem diesjährigen Dezember entgegenfiebern dürfen. Hollywood gönnt uns zum Grande Finale des Kinojahres einen, wie ich hoffe, überaus saftigen Leckerbissen. Es darf sich auf die Verfilmung der Operation Neptune’s Spear gefreut werden.
Hier der erste Trailer.

Quelle des Artikels: WASHINGTONIAN (eventuell ist eine Anmeldung auf der Seite erforderlich)

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Responses

  1. ich möchte gerne mal wissen was das für pistolen sind die mark owen benutzt ist das ne p220 combat und hk45ct

    • Von der Silouhette auf dem Bild würde ich sagen, dass im Vordergrund eine Sig Sauber P226 zu sehen ist. Dahinter scheint die HK45 zu sein. Die Hecker & Koch HK45 kann man am markanten Magazinboden erkennen. Die Form der P226 weicht für meinen Geschmack auch stark genug von der HK45 ab.

  2. Dear Santa!

    Was auch sehr auffällt, ist der Crye CPC in AOR1, der doch zu dieser Zeit (meine ich jedenfalls) noch als Prototyp galt, oder?
    Die Jungs haben aber auch immer ein schönes Equipment.^^


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