Verfasst von: geartard | Dezember 10, 2012

Public Briefing II – OP „Red Wings“ zieht 2013 in die Kinos

Unseren Lesern dürfte die OP „Red Wings“ bekannt sein.
Für die weniger informierten Leser: Hierbei handelte es sich um eine um eine Joint & Combined Operation unter der Führung der USA im gegenwärtigen Krieg in Afghnaistan. Die OP fand von Ende Juni 2005 bis Mitte Juli 2005 statt. Die Mission hatte das Ziel der Verringerung der Aktivitäten von feindlichen Kräften im Gebiet der Kunar Provinz. In der Insertion Phase (der Beginn der Operation) kam es jedoch zu einem Zwischenfall. Die zur Verbringung eingesetzten Helikopter gerieten in Feindfeuer. Durch Beschuss während des „Fast Roping“ wurden drei US Navy SEALs getötet. Die vier Mann starke Gruppe aus SEALs, welche sich abseilte, bildete die Vorhut für die Main Task Force und sollte im Operationsgebiet „Surveilliance & Reconannaissance“ (Überwachung & Aufklärung) betreiben. Die zur Rettung entsandte Quick Reaction Force (QRF) wurde ebenso beschossen. Der Raktenbeschuss tötete insgesamt 16 weitere Soldaten, wobei acht dieser Männer SEALs waren und die übrigen acht Angehörige der US Army.



Gruppenbilder der nun verfilmten SEAL Gruppe. Im zweiten Bild ist Luttrell nicht zu sehen.

Die Mission, Red Wings II, im Anschluss zur Rettung der Überlebenden und Bergung der Leichen dauerte insgesamt drei Wochen. Es gab nur einen einzigen Überlebenden.
Dabei handelte sich um US Navy SEAL (mittlerweile aus dem Dienst ausgeschieden) Marcus Luttrell. Luttrell hat seine Erlebnisse in dem autobiographischen Buch „Lone Survivor“ niedergeschrieben. Besagtes Buch wird nun in New Mexico seit September 2012 verfilmt.

Für die Besetzung sind anders als in Act of Valor keine echten Navy SEALs zu sehen, sondern durchaus bekannte Schauspieler. Bereits bekannt sind Mark Wahlberg (Shooter), Taylor Kitsch (Battleship), Eric Bana (Black Hawk Down) und Ben Foster (The Mechanic). Die Regie führt Peter Berg, der in diesem Jahr bereits dieses Jahr mit „Battleship“ (Taylor Kitsch spielte hier die Hauptrolle) einen unterhaltsamen Treffer in den Kinos platzierte.

Ein paar Bilder vom Set haben wir hier zusammengetragen.



Damit wird das Jahr 2012 die US Navy SEALs ein weiteres Mal neben „Zero Dark Thirty“ in ein cineastisches Licht rücken.

Eine offizielle Homepage sowie einen Trailer gibt es noch nicht. Wir empfehlen stattdessen die inoffizielle Fanseite http://www.lonesurvivor.net/ und natürlich in Sachen Film wie gewohnte die Internet Movie Database- Seite zu „Lone Survivor“.

An dieser Stelle erwähnen wir auch die Lone Survivor Foundation, welche von Luttrell gegründet wurde.

Kritisch betrachtet:
Abschließend möchten wir auch die Schattenseiten des strahlenden Entertainments nicht unerwähnt lassen. In einem Artikel von Newsweek (hier verlinkt über The Daily Beast), werden Befürchtungen über die Medienpräsenz von Special Operation Forces diskutiert. Welche negativen Effekte hat die zunehmende Medienpräsenz, auch in PC- Spielen (genannt ist Medal of Honor – Warfighter) und in den Kinos auf die Kultur und natürlich auch auf die porträtierten Personengruppen und deren Perzeption in der Öffentlichkeit? Dieses und mehr wird hier angesprochen.
Den Artikel findet ihr hier.

Eine Textstelle fiel mir persönlich besonders ins Auge. Nachfolgend ist diese zitiert:

“Hollywood, money, and politics were never part of the success of SOF,” says Joe Maguire, a retired vice admiral who led the SEALs until 2007 and attended the commissioning of the USS Murphy, “but they very well could be part of its demise.”

Wir werden sehen welche weiteren Einflüsse, Reaktionen und Veränderungen durch das vermehrte Auftreten von SOF in den Medien nach sich ziehen werden. Jetzt ist es allerdings an der Zeit sich auf unterhaltsame Stunden zu freuen – allerdings immer mit dem Gedanken, dass Bilder gerne trügen können und wahre Werte selbst erlebt werden müssen, damit sie verstanden werden können.

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